Mit der Mitgliederversammlung am 31. März 2026 im Restaurant Dahlskamp ist die Fusion der SPD-Ortsvereine Kirchdorf, Schwaförden sowie Sulinger Land (bestehend aus Siedenburg und Stadt Sulingen) offiziell vollzogen worden. Die Versammlung wurde von der stellvertretenden Unterbezirksvorsitzenden Lara Meyer, unterstützt von stellvertretenden Vorsitzenden des fusionierten Ortsvereins SPD Sulinger Land, geleitet.

Der neue Vorstand setzt sich aus Mitgliedern aller bisherigen Ortsvereine zusammen und versammelt auch neue jüngere Gesichter. Zur neuen Vorsitzenden wurde Wiebke Wall in Einstimmigkeit gewählt.

Ein Zusammenschluss, der bereits gelebt wurde

Die Ortsvereine Sulingen und Siedenburg arbeiten schon seit längerer Zeit eng zusammen. Nun schließen sich auch Kirchdorf und Schwaförden an und werden Teil des gemeinsamen Ortsvereins Sulinger Land.

Die bisherigen Vorsitzenden Ortwin Stieglitz (Kirchdorf) und Gerd Göbberd (Schwaförden) hatten den Weg gemeinsam mit Wiebke Wall (Sulingen) vorbereitet. Alle drei betonen:
„Es handelt sich um eine freiwillige Fusion.“

Die Idee eines Zusammenschlusses besteht bereits seit einiger Zeit. Widerstand habe es keinen gegeben – im Gegenteil: Die Gespräche seien solidarisch, konstruktiv und fair verlaufen.

Warum die Fusion? – Kräfte bündeln für die Region

Die Mitgliederzahlen der bisherigen Ortsvereine verdeutlichen, warum eine engere Zusammenarbeit sinnvoll ist: Der Ortsverein Kirchdorf zählt 14 Mitglieder, Schwaförden 17 und Sulingen–Siedenburg 85. Gerade in einer Samtgemeinde mit fast 7.000 Einwohnern sei diese geringe Zahl aktiver Mitglieder ein deutliches Signal, betont Ortwin Stieglitz. Die Fusion soll daher die politische Arbeit vor Ort stärken und vorhandene Kompetenzen bündeln.

Inhaltlich wird sich der neue Ortsverein auf mehrere zentrale Themen konzentrieren. Dazu gehören die Wasserversorgung im Sulinger Land, die Nachnutzung der Klinikstandorte sowie die Stärkung der haus- und fachärztlichen Versorgung. Auch die Weiterentwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs und das Zusammenführen ländlicher und städtischer Perspektiven stehen im Mittelpunkt. Bereits bei den Kommunalwahlen 2021 hatten die Ortsvereine eine gemeinsame Liste aufgestellt. Dies ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur nun vollzogenen Fusion.

Ein starkes Signal für das Sulinger Land

Wiebke Wall betont die Chancen des Zusammenschlusses: Viele Institutionen im Sulinger Land arbeiten längst gemeindeübergreifend zusammen, etwa im Familiengesundheitszentrum. Alte Vorbehalte seien überwunden, heute stehe der gemeinsame Anspruch im Mittelpunkt: „Wir brauchen uns alle.“

Auch positive Entwicklungen vor Ort sollen stärker sichtbar gemacht werden, etwa der gut frequentierte ZOB oder lokale Initiativen, die das Leben im Sulinger Land prägen.

Blick auf die kommenden Wahlen

Mit Blick auf die anstehenden Wahlen im September sieht der neue Vorstand die Aufgabe, Erfolge klarer zu kommunizieren und eigene Themen stärker zu setzen. Die Vorsitzenden betonen, dass politische Kommunikation heute neue Wege braucht, auch über digitale Kanäle.

Gleichzeitig bleibt klar:
Die Arbeit im Ortsverein ist ehrenamtlich und muss mit Beruf und Alltag vereinbar sein. Dennoch ist der Anspruch hoch: „Wir haben noch viel vor.“