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1. Juni 2016: NEIN zu Glyphosat!

Die Debatte um den Wirkstoff Glyphosat beschäftigt derzeit ganz Deutschland. Wir von den Jusos der SPD Stuhr sprechen uns klar gegen die Anwendung dieses Wirkstoffes aus.

Glyphosat ist ein Wirkstoff von Pflanzenschutzmitteln, der seit 1974 in der europäischen Landwirtschaft angewendet wird. Der Wirkstoff wird, zusammen mit Unkrautbekämpfungsmitteln, dazu benutzt, Unkräutern vor oder nach dem Anbau von Feldfrüchten entgegenzuwirken. Über die grünen Pflanzenteile wird Glyphosat aufgenommen und auch in die unterirdischen Bestandteile der Pflanzen transportiert. Ausdauernde Unkräuter lassen sich dadurch bekämpfen. (Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft)

Trotz der Bedenken der Wissenschaft und der Bevölkerung ist die eingesetzte Menge des Herbizids (Unkrautbekämpfungsmittel) immer weiter angestiegen. Zwar heißt es im Bericht zweier UN-Organisationen, dass im Rahmen von Tiertests keine genetischen Zellveränderungen nachgewiesen werden konnten, doch hatte die Internationale Behörde für die Krebsforschung (IARC) Glyphosat bereits 2015 als wahrscheinlichen Krebserreger eingestuft.

Bundesministerin Barbara Hendricks (SPD) hat die Verlängerung des bis Ende Juni in der EU erlaubten Glyphosat-Einsatzes abgelehnt. „Solange wir nicht zweifelsfrei wissen, ob Glyphosat für die Gesundheit unbedenklich ist, sollten wir diese Chemikalie auch nicht zulassen“, so ihre Position.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) befürwortete die Position der Ministerin. Es sei ein „starkes Signal für den Umwelt- und Verbraucherschutz in Europa", sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. „Jetzt erwarten wir, dass Bundesagrarminister Schmidt (CSU) sich dem Votum der SPD anschließt und die Wiederzulassung in Brüssel ablehnt."

Der Schutz der Gesundheit von Verbraucherinnen und Verbrauchern steht auch für uns an erster Stelle. Wir wollen kein Gift im Essen!


Von Torge Meyer

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