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Gespräch in der Körstube

6. Oktober 2017: Das Thema Bildung bewegt die Gemüter

Am Mittwoch waren der Einladung des Ortsvereins Diepholz 20 interessierte Zuhörer gefolgt. In der „Körstube“ konnten Fragen rund um die kommenden Landtagswahlen gestellt werden. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde von Wiebke Wall, Direktkandidatin der SPD im Wahlkreis 42, und einem Statement zum Regierungsprogramm wurden Themen zu einzelnen Inhalten besprochen. Die Fragen zu den Einstellungen und zukünftigen Gehältern der Polizisten und Lehrer beschäftigten die Gemüter.
Gespräch in der Körstube

Hauptthema des Abends aber war der große Themenbereich Bildung, unter anderem beitragsfreie Kita, Abordnungen von Lehrern und die Inklusion an Schulen.

Wiebke Wall begrüßt die Ankündigung aus Niedersächsischen Kultusministerium, grünes Licht für 650 Vollzeitstellen für zusätzliches Fachpersonal an allgemeinen Schulen und an Förderschulen zu geben. Bei der Zuweisung der Stellen wurde laut Mitteilung des Ministeriums insbesondere die Anzahl von Schülerinnen und Schülern mit den Förderschwerpunkten „Geistige Entwicklung“, „Körperlich-motorische Entwicklung“ und „Emotionale und Soziale Entwicklung“ mitberücksichtigt. Wall sieht in der Stellenzuweisung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als sonderpädagogische Fachkräfte zur Unterrichtsbegleitung und zur Unterstützung der inklusiven Bildung „eine wichtige Ergänzung zur engagierten Arbeit der Lehrkräfte an unseren Schulen“.

Aufgeteilt werden die 650 Stellen auf 180 Vollzeitstellen an Förderschulen und auf 470 Stellen an 747 allgemeinen Schulen zur Unterstützung der Inklusion von Schülerinnen und Schülern mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung. Berücksichtigt sind unter anderem die Grundschule am Markt in Twistringen, die Grundschule Hindenburgstraße in Diepholz und die Grundschule Sulingen, die Hauptschule Jahnstraße in Diepholz sowie die Oberschulen in Barnstorf, Schwaförden und Sulingen.

Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt: „Die Bewerbungslage ist ausgesprochen positiv, so dass wir voraussichtlich alle Stellen bis Ende Oktober besetzen können. Pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als sonderpädagogische Fachkräfte zur Unterrichtsbegleitung und zur Unterstützung der inklusiven Bildung sind eine wichtige Ergänzung zur engagierten Arbeit unserer Lehrkräfte. Aus verschiedenen Berufsfeldern können sie gemeinsam mit den Lehrkräften multiprofessionelle Teams bilden, die die sonderpädagogische Förderung erfolgreich planen, durchführen und begleiten. Wir nehmen damit eine weitere Stufe zur flächendeckenden Arbeit in multiprofessionellen Teams an unseren Schulen.“

Bereits 180 Vollzeitstellen sind unbefristet. Niedersachsens Kultusministerin wird sich nachdrücklich für eine dauerhafte Beschäftigung auch der weiteren Inklusionsfachkräfte einsetzen. Heiligenstadt: „Die Schulen brauchen kontinuierlich Unterstützung und die Pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen eine sichere Perspektive. Deshalb sind Entfristungen notwendig. Dafür setze ich mich im nächsten Haushaltsaufstellungsverfahren ein.“

Die Berufsgruppen, die fachlich für einen Einsatz im sonderpädagogischen Bereich qualifiziert sind, umfassen beispielsweise Ergotherapeuten, Heilpädagogen, Heilerzieher, Erzieher, Sozialarbeiter und Sozialpädagoge. Die unterstützenden Tätigkeiten beziehen sich dabei auf die Felder der Unterrichtsbegleitung, der therapeutischen Maßnahmen und der Unterstützung in der erzieherischen Arbeit bei Verhaltensschwierigkeiten. Die Aufgaben von Förderschullehrkräften wie Unterrichtsgestaltung oder Förderdiagnostik gehören nicht zum Aufgabenspektrum.

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